Wie Sie mit Videos Bewegung in Ihr E-Mail Marketing bringen
19. April 2010, 12:18 Uhr
Haben Sie schon Videos im E-Mail Marketing eingesetzt, um die Performance Ihrer Mailings zu erhöhen? Zugegeben: Der Vorschlag klingt zunächst unrealistisch, da die direkte Auslieferung von Videos in E-Mails nicht möglich ist: Flash, MPEG oder andere Videoformate werden aufgrund der Sicherheitseinstellungen in den gängigen E-Mail-Programmen nicht angezeigt.
Mit einem so genannten „Fake Player“ können Sie die Klickrate Ihrer Kampagnen trotz dieser technischen Einschränkungen signifikant erhöhen. Dabei wird ein Standbild des Videos inklusive der Bedienelemente (Playbutton, Lautstärkeregler, Fullscreen-Icon etc.) des Videoplayers als Grafik in die E-Mail integriert.

"Fakeplayer" im Newsletter von Maxdome.de
Für den Empfänger entsteht der Eindruck, als könne er sich das Video direkt in der Mail anschauen. Tatsächlich öffnet sich nach einem Klick auf das Video das Browserfenster mit einer Website, auf der das eigentliche Video (zum Beispiel im Flash-Format) eingebunden ist und problemlos abgespielt werden kann.
Die Auswahl des richtigen Standbildes kann sich dabei erheblich auf die Klickrate auswirken. Achten Sie also darauf, ein „klickstarkes“ Standbild auszuwählen, das eine interessante oder spannende Situation des Clips zeigt. Darüber hinaus empfiehlt es sich, zusätzlich einen Textlink zu dem Video zu setzen, damit der Empfänger auch dann das Video aufrufen kann, wenn sein E-Mail-Programm keine Grafiken anzeigt.
In vielen Fällen macht es übrigens kaum Sinn, Videos aufwendig selber zu hosten. Zahlreiche Videoplattformen wie Youtube oder Sevenload nehmen einem diese Arbeit kostenlos ab und bieten weitere Vorteile: Sie ermöglichen den Usern, den Clip problemlos in die eigene Website oder in ein Blog zu integrieren und zeigen an, wie häufig das Video aufgerufen wurde. Darüber hinaus profitieren Sie von der Reichweite der entsprechenden Plattformen und können mit aussagekräftigen Titeln und Schlagwörtern (Tags) zusätzliche Aufrufe generieren.
Und es funktioniert doch: Bewegtbild in E-Mails!
Der Fake-Player ist eine hervorragende Möglichkeit, um die Aufmerksamkeit der Empfänger auf Produktvideos, Video-Interviews oder Imagefilme zu lenken – letztendlich sieht der Empfänger jedoch zunächst ein Standbild und kein Video.
Mit einem Trick gelingt es, „echtes“ Bewegtbild in E-Mails zu versenden. Hierfür wird das Video in eine animierte Gif-Grafiken umgewandelt, die von allen gängigen E-Mail-Programmen angezeigt wird. Eine Ausnahme bildet lediglich Microsoft Outlook 2007, das anstatt der Animation lediglich das erste Bild der Sequenz anzeigt.
Leider unterstützen „Animated Gifs“ keinen Sound, weshalb Sie auf die Tonspur des Videoclips verzichten müssen. Vollständige Videos lassen sich auf diesem Weg also nicht einbinden, zumal die Animation aufgrund der Dateigröße kurz gehalten werden sollte. Die Kombination von Fake Playern und animierten Gif-Grafiken kann die Performance Ihrer E-Mail-Kampagnen trotz dieser technischen Einschränkungen deutlich erhöhen.
Eine weitere Möglichkeit bietet Google Mail: Sofern E-Mails einen Link zu Youtube-Videos enthalten, wird das entsprechende Video unterhalb der E-Mail angezeigt und kann dort direkt abgespielt werden (siehe auch: Google Mail integriert Youtube-Videos)
Ausblick
Während die oben geschilderten Möglichkeiten lediglich „Workarounds“ aufgrund der technischen Restriktionen bei der Darstellung von Mails sind, ist das Thema Video E-Mails – im wahrsten Sinne des Wortes – ständig in Bewegung. So können Kunden des Unternehmens Goodmail in den USA „echte“ Flash-Videos an Empfänger schicken, die ein E-Mail-Postfach von AOL verwenden. Künftig soll das Angebot um weitere E-Mail-Provider ergänzt werden. In Deutschland ermöglicht United Internet Media seit einigen Tagen den Versand von Video-Mails an GMX-Nutzer.


Ich muss zugeben, dass auch ich direkt einmal versucht habe, auf Till Schweiger und seinen Schauspiel-Kollegen zu klicken…
Das Thema Video und E-Mail-Marketing ist aus meiner Sicht eines der kommenden Trend-Themen. Mittelfristig wird es möglich sein, Videos in E-Mail zu integrieren und diese ggf. direkt innerhalb der E-Mail zu personalisieren. Ideal wäre dies beispielsweise für Produktvorstellung (Stichwort: myDouglas TV) – jeden Monat bekomme ich eine für mich individuell zusammengestellte Produktpräsentation per E-Mail geschickt…
Danke für den Artikel. Die Möglichkeit, animierte Gif Grafiken in Newslettern zu verwenden ist mir komplett neu!
Ich glaube, ich werde Videos für einen unserer nächsten Newsletter mal ausprobieren. Wir haben ohnehin fertig produzierte Clips, der Aufwand hält sich also in Grenzen.
Die Idee ist einfach aber wirksam, danke dafür!
Die Tatsache, dass Microsoft ein Bildformat, welches 1987 entwickelt wurde und spätestens seit mitte der 90er Jahre weltweit verbreitet ist nicht unterstütz spottet jeder Beschreibung. Ebenso wäre es auch heute schon überhaupt kein Problem kleinere Flash-Anmiationen oder gar Filme in Mails einzubauen – wäre da nicht die Ausnahme Outlook 2007. Und so wird auch weiterhin Microsoft alle denkbaren Vorzüge des modernen Web- und auch E-Mail-Marketings zu blockieren wissen. Solange müssen wir uns eben mit solchen Trick behelfen.
Der Beitrag zeigt – Emotionalität erzeugt Interesse und nicht umgekehrt. Wer es schafft passende Bilder im Kopf des potentiellen Kunden zu erzeugen kann auch mittelmässige Produkte gut verkaufen. Das bedeutet aber leider in der Folge auch das nicht das Produkt mit dem größten Mehrwert sich am Markt durchsetzt, sondern das mit der besten Marketingstrategie.
Wie ich das finden soll, weiss ich noch nicht. Der Beitrag ist jedenfalls gut und informativ gemacht – danke.
Gruss Klaus Schaumberger
Produktvideos nicht nur in Newslettern zu senden, sondern sogar ganz einfach mit nur 3 Klicks in Emails ist ganz neu und sehr effektiv, weil es die Aufmerksamkeit und schließlich den Umsatz einer Email enorm steigert. Simple Webcam-Videos oder professionelle Produktvideos als sogenannte Videomails zu versenden, ist der neueste Trend.
Ja, endlich kommt durch Videos wieder mehr Kommunikation ins Internet. Wirklich eine sehr gute Möglichkeit, seine Conversion zu erhöhen.
Gruss
Thomas Kleitz