Standalone-Kampagnen: Diese Aspekte sollten Sie beachten

02. November 2008, 16:46 Uhr

E-Mail-Adressen können nicht gekauft, wohl aber “angemietet“ werden. Das bedeutet: Der Adresseigner beschickt in Ihrem Auftrag seinen Adressbestand mit einer Standalone-Mail, in der für Ihre Produkte oder Dienstleistungen geworben wird. Diese E-Mail kann von Ihnen frei gestaltet werden und enthält neben Ihrer Werbung keine weiteren Elemente, was zu einer entsprechend hohen Werbewirkung führt. Abrechnet wird in der Regel auf TKP-Basis (Tausender Kontakt Preis).

Nachfolgend haben wir einige Tipps und Empfehlungen zusammengestellt, die bei der Buchung von Standalone-Kampagnen berücksichtigt werden sollten.

  • Sofern die Adressen mit zweifelhaften Methoden gewonnen wurden, kann dies unmittelbar negative Konsequenzen für Ihr Unternehmen haben: Neben einer schlechten Performance der Kampagne würden Sie auch das Image Ihres Unternehmens riskieren. Achten Sie also unbedingt auf die Seriosität des Adresseigners. Seit wann ist das Unternehmen am Markt? Ist es in Verbänden (z.B. BVDW, DDV) organisiert? Mit welchen Partnern und Kunden wird zusammengearbeitet?
  • Absender der Standalone-Mail sollte grundsätzlich immer der Adresseigner sein und nicht Ihr Unternehmen, denn nur der Adresseigner besitzt die Erlaubnis, die Adressen zu beschicken.
  • Erkundigen Sie sich, wie die E-Mail-Adressen generiert wurden. Kam das Opt-In-Verfahren oder das (sicherere) Double Opt In-Verfahren zum Einsatz? Wann wurden die E-Mail-Adressen generiert und wie oft werden sie beschickt?
  • Welche Profilmerkmale liegen zu den Datensätzen vor? Können die Adressen nach den für Sie wichtigen Merkmalen (zum Beispiel Alter, Geschlecht, Interessen) segmentiert werden?
  • Testen Sie nach Möglichkeit den Verteiler, indem Sie vorab nur einen Teil der Adressen beschicken lassen. Auf diesem Weg können Sie im Vorfeld prüfen, ob der Adressbestand die gewünschte Performance erzielt.
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Kommentare
Ali Mostofian 5. November 2008

Hallo Herr Zorn,

in B2C Bereich ist es nicht sehr schwierig an Adressen zu kommen. In B2B jedoch umso schwerer oder sind dann sehr teuer. Was in B2C für TKP 10 bis 20 Euro angeboten wird kostet in B2B zw. 1 bis 2 Euro pro Kontakt! Haben Sie vielleicht Tipps oder wie sind Ihre Erfahrungen in diesem Bereich?

Viele Grüße,
Ali Mostofian

hallo herr mostofian!

ich bin beraterin und listbroker im bereich emailmarketing, und ich habe mich in letzter zeit vermehrt auf den bereich b2b spezialisiert.

sie haben recht, b2b adressen sind deutlich teurer, wobei 1 bis 2 eur nach meiner erfahrungs schon arg hoch gegriffen sind.

auch reagieren user im b2b umfeld anders, gerade wenn es um das thema permission geht.

wenn sie mögen, können wir gern mal zu dem thema sprechen?

viele grüsse,

melanie riedel

Ali Mostofian 7. November 2008

Hallo Frau Riedel,

gerne können wir uns darüber austauschen:
Die Preise die ich in meinem Kommentar genannt habe treffen nicht auf alle Branchen zu. Aber dass es generell sehr schwierig ist in B2B Bereich an gute Adressen zu kommen steht außer Frage! Da sind wir uns denke ich einig. Ich nehme an über info@mr-consulting.net kann Sie kontaktieren?

Viele Grüße,
Ali Mostofian

Horst Achterkamp 23. Mai 2009

Hallo Herr Mostofian,

ich bin Key Account Manager in einer email-marketing Firma und kann nur bestätigen dass es meist ziemlich teuer werden kann an gute b2b- Adressen heran zu kommen.
Jedoch wird Teil unserer Adressen werden beispielsweise mit Double-Opt-In über Gewinnspiele und Grußkarten-Portale generiert.

Deswegen wäre ein TKP-Preis von 13- 15 € ebenso angemessen. Wie Frau Riedel bereits erwähnte, sind 1 bis 2 Euro pro Kontakt deutlich zu hoch angesetzt.

Mit freundlichen Grüßen

Horst Achterkamp

Jan-Philip Ziebold 24. Mai 2009

Hallo zusammen,

unsere Erfahrungen zeigen, das in Deutschland B2C Adressen für E-Mail Stand-Alones (je nach Qualität natürlich) im Bereich zwischen 5,– und 80,– EUR TKP gehandelt werden – die meisten Buchungen liegen jedoch unter 25,– EUR.
Im B2B-Bereich werden gute Listen zwischen 200,– und 500,– EUR TKP angeboten und gemietet.
So kenne ich beispielsweise Listen von IT-Endscheider, die seit Jahren regelmäßig und für beide Seiten erfolgreich zu 500,– EUR gebucht werden.

Bei der Neugenerierung von E-Mail Adressen (z.B. per CrossSale, CoReg oder CoSponsoring, usw.) liegt der Stückpreis bei B2C-Daten im Bereich 0,20 bis 0,70 EUR (auch hier wieder je nach Qualität, Volumen, Selektion,…). Daten unter 0,20 EUR pro Stück, kann man getrost ignorieren, diese taugen nichts.
Im B2B-Bereich kann der Aufwand der Neugenerierung gut und gerne sogar Richtung 10,– EUR und deutlich mehr pro Datensatz liegen. Dies ist natürlich extrem abhängig von der B2B-Zielgruppe die man haben möchte.

Kurz noch zu mir, damit Sie diese Aussagen einschätzen können: Die genannten Zahlen beruhen auf über zehn Jahre Markterfahrung. Daher weiß ich leider auch, das die Preise in dieser Branche je nach Agentur teilweise stark abweichen… Meine Zahlen bilden den üblichen Schnitt zur Orientierung dar. Generell sollte man aber nicht auf Angebote – die sich über den Preis definieren/werben – eingehen, sondern solche, die mit Rechtssicherheit und Qualität werben.
Den was zu gut klingt, ist es meist auch, besonders im Datenhandel. 1 Mio. Daten für beispielsweise 300,– EUR, wie man es in eBay gern findet, ist nun mal nicht realistisch und zudem unseriös und rechtlich… ja, damit fand ich am besten gar nicht erst an…

In diesem Sinne, mit freundlichen Grüßen aus Essen
Jan-Philip Ziebold

Nico Zorn 25. Mai 2009

Herr Ziebold, vielen Dank für den ausführlichen Einblick!

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